Was ist "Selber denken - erlaubt"?

Wer steckt dahinter?

Das Theater "Selber denken - erlaubt" wurde soeben im Januar 2018 von Astrid Bühler gegründet, in welchem sie vorerst das einzige Mitglied ist, was sich in Zukunft aber noch ändern kann.

Doch das erste Stück "Holt euch eure Macht und Würde zurück" ist eine Solo-Performance, welche durch Astrid Bühler inszeniert und dargestellt wird.

Für weitere Produktionen kann sie sich sehr gut vorstellen, mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten, wenn die Vision derjenigen Künstlern zu "Selber denken - erlaubt" passt.

 

Warum der Name "Selber denken-erlaubt"?

Unter selber denken verstehe ich, dass du deine Gedanken und das daraus resultierende Handeln reflektiertst und immer unabhängiger von der Meinung anderer wirst.

Dazu gehört auch das Bewusstsein darüber, dass Manipulation (Beeinflussung) immer und überall stattfindet. Somit setzt selber denken auch voraus, dass du eigene Werte entwickelst, nach denen du handelst.

Es ist mir ein grosses Anliegen, dass immer mehr Menschen "aufwachen" und anfangen, ihr eigens Handeln zu hinterfragen und somit  immer öfter die Ursachen und Wirkungen ihres Handelns  erkennen.

Mit meinen Theaterstücken möchte ich dazu inspirieren.

Mit Kunst, sei es jetzt Theater, Film oder aber auch Musik, Bilder kannst du Menschen auf eine ganz andere Art berühren und abholen für deine Botschaft.

Somit hat meiner Meinung nach auch jeder Künstler eine grosse Verantwortung, da er mit seinen Werken sehr beeinflussen kann.

Ich möchte mit meinen Stücken die Menschen inspirieren und Mut geben, immer mehr auf die Stimme ihres Herzens zu hören.

 

Mein innerer und äusserer Werdegang
Ich bin in der Schweiz im Kanton Thurgau geboren und aufgewachsen. Ich hatte eine relativ behütete und friedliche Kindheit.

Obwohl ich selber kein grosses Leid zu tragen hatte, konnte ich mich schon immer sehr gut mit Menschen identifizieren, welche ein schweres Schicksal haben, und schon früh wollte ich mich für unterdrückte Menschen einsetzen.

Als Kind/ Jugendliche war es die Geschichte der Ureinwohner Amerikas,  welche mich so betroffen machte, dass ich mir vornahm, mich später für ihre Rechte einzusetzen. Als ich älter wurde, erkannte ich, dass es überall auf der Welt Willkür gibt und sich historische Begebenheiten wie Völkermord immer wiederholen.

Ich fühlte mich lange ohnmächtig, da mir nicht klar war, wie ich etwas verändern könnte, bez. wo ich anfangen soll.

Doch als ich verstand, dass alle Grausamkeiten - sowie natürlich auch alles Schöne- was wir im Aussen erleben, auch in jedem einzelnem Menschen wiederfinden können, wurde mir zudem bewusst, dass alle Systeme, welche diese Ungleichgewichte herbeiführten, durch Menschen erschaffen wurden und somit auch von Menschen wieder geändert werden können.

Mir wurde bewusst, dass für diese Veränderungen jeder Einzelne wichtig ist, bez. dass jeder einen Unterschied machen kann.

Entscheidend auf dieser Reise von "sich ohnmächtig fühlen" zu "ich kann konkret etwas bewirken" war die Erkenntnis, dass der Friede bei einem selbst beginnt. Denn solange wir mit uns selbst, mit unserem Partner, unserer Familie und unserem Umfeld ständig in Machtkonflikte verwickelt sind, können wir auch nicht erwarten, dass wir im Grossen etwas verändern können. Denn das, was wir im Kleinem (in userem Umfeld) an Machtkonflikten erleben, ist schlussendlich ein Spiegel von dem, was wir im Grossen (Weltbühne) erleben.

 

Aus dem Wunsch heraus anderen Menschen zu helfen, machte ich eine Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit (Krankenschwester).

Nebenbei besuchte ich Schauspielkurse, was erst ein Hobby bleiben sollte. Doch Anfang 20 wollte ich die Schauspielkunst doch professionell lernen und ausführen, und absolvierte eine Schauspielausbildung.

Ich merkte jedoch schon während der Ausbildung, dass du als Schauspieler immer in der "dienenden Rolle" bist. Das heisst, es ist deine Aufgabe, das auszuführen, was der Regisseur von dir möchte. Doch dies erfüllt mich nicht. Besonders spürte ich Widerstand, mich für irgendwelche Werbung als Schauspieler zur Verfügung zu stellen und für Produkte zu werben, welche ich selber nie kaufen würde, oder in einen Boulevardstück oder einer Daily Soap zu spielen, wo mir die Aussagen der Stücke so flach vorkommen.
Du kannst als Schauspieler tief berühren, aber wirklich etwas verändern, kannst du als denjenigen, der die Texte schreibt oder Regie führt.

Deswegen möchte ich meine Inszenierungen selber machen. Das soll wie gesagt, nicht heissen, dass ich immer alleine aufführen werde.

 

Inspiriert durch:

Alle Visionäre, Pioniere, Revolutionäre, Aktivisten, welche sich für eine fried- und lichtvollere Welt einsetzen. Die es auf sich nehmen, unbequeme Wahrheiten auszusprechen und sich nicht bestechen lassen, auch wenn sie dafür verspottet und ausgegrenzt werden oder sogar mit ihrem Leben zahlen müssen/mussten.

Um nur ein paar Beispiele zu nennen; Jean Ziegler, Daniele Ganser, Berthold Brecht, Sophie Scholl.

Schlussendlich kann jeder einen Unterschied machen und jeder Einzelne ist wichtig!!!